Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich

Diese Auftragsbedingungen gelten für Verträge zwischen der Übersetzerin Ricarda Colditz (nachfolgend „Übersetzerin“ genannt) und ihren Auftraggebern, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich vereinbart oder gesetzlich unabdingbar vorgeschrieben ist. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers sind für die Übersetzerin nur verbindlich, wenn sie diese ausdrücklich anerkannt hat.

2. Umfang des Übersetzungsauftrages

Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung nach bestem Wissen und Gewissen sorgfältig ausgeführt. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung im vereinbarten Format.

3. Mitwirkungs- und Aufklärungspflicht des Auftraggebers

3.1) Der Auftraggeber hat die Übersetzerin rechtzeitig über besondere Wünsche bei der Ausführungsform der Übersetzung zu informieren (z.B. auf Datenträgern, per E-Mail, per FTP, Verwendungszweck, druckreife Qualität, besondere äußere Form der Übersetzung usw.)

3.2) Informationen und Unterlagen, die zur Erstellung der Übersetzung notwendig sind, hat der Auftraggeber unaufgefordert und rechtzeitig der Übersetzerin zur Verfügung zu stellen (eigene Glossare, Abbildungen, Zeichnungen, Tabellen, interne Begriffe, erläuterte Abkürzungen usw.)

3.3) Fehler und Verzögerungen, die sich aus der mangelhaften oder verzögerten Lieferung von Informations-material und Anweisungen ergeben, sind nicht der Übersetzerin anzulasten.

4. Mängelbeseitigung

Die Übersetzerin behält sich das Recht auf Nacherfüllung (Mängelbeseitigung) vor. Der Auftraggeber hat seinen Anspruch auf Beseitigung von möglichen in der Übersetzung enthaltenen Mängeln spätestens 2 Arbeits-tage nach Entgegennahme der Übersetzung bekanntzugeben. Der Anspruch auf Mängelbeseitigung muss vom Auftraggeber unter genauer Angabe des Mangels angezeigt werden. Im Falle des Fehlschlagens der Nach-besserung oder einer Ersatzlieferung leben die gesetzlichen Gewährleistungsrechte wieder auf, sofern nicht eine andere Vereinbarung getroffen wurde.

5. Haftung

5.1) Die Übersetzerin haftet bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz. Nicht als grobe Fahrlässigkeit einzustufen sind Schäden, die durch Computerausfälle und Übertragungsstörungen bei E-Mail-Versendung oder durch Viren verursacht worden sind. Die Übersetzerin trifft durch Anti-Virus-Software hiergegen Vorkehrungen. Die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit tritt nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ein.

5.2) Der Anspruch des Auftraggebers gegen die Übersetzerin auf Ersatz eines nach 5.1 Satz 4 verursachten Schadens wird auf 5.000 € begrenzt; im Einzelfall ist die ausdrückliche Vereinbarung eines höheren Schadens-ersatzanspruchs möglich.

5.3) Der Ausschluss oder die Begrenzung der Haftung nach 5.1 und 5.2 gilt nicht für Schäden eines Verbrauchers aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Die Übersetzerin verfügt über eine Haftpflichtversicherung von 200.000 € pro Schadensfall.

5.4) Ansprüche des Auftraggebers gegen die Übersetzerin wegen Mängeln der Übersetzung (§ 634aBGB) verjähren, sofern nicht Arglist vorliegt, in einem Jahr seit der Abnahme der Übersetzung. Dies gilt nur bei Verträgen mit Unternehmern, nicht jedoch bei Verträgen mit Verbrauchern.

5.5) Die Haftung für Mangelfolgeschäden ist entgegen §634a BGB auf die gesetzliche Verjährungsfrist beschränkt. Hiervon bleibt § 202 Abs. 1 BGB unberührt.

6. Geheimnisschutz

Die Übersetzerin verpflichtet sich apriori, Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die ihr im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden. Aufgrund der räumlichen Distanz zwischen Auftraggeber, Auftragnehmerin und Erfüllungsgehilfen und angesichts der elektronischen Übermittlung von Texten und Daten sowie etwaiger anderer Kommunikation in elektronischer Form, per Post oder Kurierdienst zwischen dem Kunden, der Übersetzerin und möglichen Erfüllungsgehilfen, kann die Übersetzerin einen absoluten Schutz von Betriebs- und Informationsgeheimnissen und sonstigen vertraulichen Daten und Informationen nicht vollständig gewährleisten, da es nicht auszuschließen ist, dass unbefugte Dritte auf elektronischem Wege auf die übermittelten Texte Zugriff nehmen.

7. Mitwirkung Dritter

Die Übersetzerin ist berechtigt, zur Ausführung des Auftrags Mitarbeiter oder fachkundige Dritte heranzuziehen. Bei Heranziehung von fachkundigen Dritten hat die Übersetzerin dafür zu sorgen, dass sich diese zur Verschwiegenheit entsprechend Nr. 6 verpflichten.

8. Vergütung

8.1) Die Rechnung der Übersetzerin wird fällig und zahlbar innerhalb der gesetzlichen Zahlungsfrist von 30 Tagen nach Abnahme der geleisteten Übersetzung. Die Abnahmefrist beträgt max. 5 Arbeitstage. Gerät der Kunde in Verzug, kann die Übersetzerin Zinsen in Höhe von 5% über dem Basiszinzsatz der Bundesbank bis zum Eingang der vollständigen Forderung verlangen.

8.2) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

8.3) Die Übersetzerin hat neben dem vereinbarten Honorar Anspruch auf die Erstattung der tatsächlich angefallenen und mit dem Auftraggeber abgestimmten Aufwendungen. Bei Verträgen mit privaten Kunden ist die Umsatzsteuer im Endpreis (gesondert ausgewiesen) enthalten. In allen anderen Fällen wird sie, soweit gesetzlich notwendig, zusätzlich berechnet. Die Übersetzerin kann bei umfangreichen Aufträgen einen Vorschuss von 50% des Honorars verlangen, der für die Realisierung des Gesamtauftrages notwendig ist. In begründeten Fällen kann sie die Übergabe ihrer Arbeit von der vorherigen Zahlung ihres vollen Honorars abhängig machen.

9. Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht

9.1) Die Übersetzung bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum der Übersetzerin. Bis dahin hat der Auftraggeber kein Nutzungsrecht.

9.2) Die Übersetzerin behält sich ein Urheberrecht vor.

10. Versand, Übertragung

Der Versand bzw. die elektronische Übertragung erfolgt auf Gefahr des Kunden. Für eine fehlerhafte oder schädliche Übertragung der Texte oder für deren Verlust sowie für deren Beschädigung oder Verlust auf dem nicht elektronischen Transportweg haftet die Übersetzerin nicht.

11. Anwendbares Recht

11.1) Für Aufträge und alle sich daraus ergebenden Ansprüche gilt deutsches Recht.

11.2) Die Wirksamkeit dieser Auftragsbedingungen wird durch die Nichtigkeit und Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine gültige zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Ergebnis bzw. dem angestrebten Zweck möglichst nahe kommt.

Stand: Nov.2018